Rückzahlungen und finanzielle Rückabwicklung
Besteht nach den gesetzlichen Vorschriften oder den auf dieser Website veröffentlichten Rückgabebedingungen ein Anspruch auf Erstattung, erfolgt die Rückzahlung grundsätzlich über das Zahlungsmittel, das bei der ursprünglichen Bestellung eingesetzt wurde.
Bei einem wirksamen gesetzlichen Widerruf erstatten wir die erhaltenen Zahlungen unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen nach Eingang der Widerrufserklärung. Für die Rückzahlung wird dasselbe Zahlungsmittel wie beim ursprünglichen Kauf verwendet, sofern nicht ausdrücklich eine andere, für den Verbraucher kostenfreie Rückzahlungsart vereinbart wurde.
Für die Erstattung selbst werden dem Verbraucher keine Gebühren berechnet.
Soweit die gesamte Bestellung wirksam widerrufen wird, umfasst die Rückzahlung neben dem Kaufpreis auch die ursprünglich gezahlten Kosten der günstigsten von uns angebotenen Standardlieferung. Zusätzliche Versandkosten, die durch die ausdrückliche Wahl einer teureren Versandart entstanden sind, müssen dagegen nicht erstattet werden.
Ist die Ware zurückzusenden, dürfen wir die Rückzahlung bis zu dem Zeitpunkt zurückhalten, an dem entweder die zurückgesandte Ware bei uns eingetroffen ist oder der Verbraucher einen Nachweis über deren Absendung vorgelegt hat. Maßgeblich ist das früher eintretende Ereignis. Dieses Zurückbehaltungsrecht besteht nicht, wenn wir die Abholung der Ware angeboten haben.
Bei einer Rückgabe einzelner Artikel aus einer größeren Bestellung richtet sich die Höhe der Erstattung nach dem Kaufpreis der betroffenen Waren, dem jeweiligen Rückgabegrund, etwaigen gesetzlich zulässigen Wertausgleichsansprüchen und den sonstigen maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften.
Soweit eine Rückzahlung von der Prüfung eines geltend gemachten Anspruchs abhängt, wird sie nach Feststellung der entsprechenden Voraussetzungen veranlasst. Gesetzlich festgelegte Erstattungsfristen dürfen durch interne Prüfungsverfahren nicht verlängert werden.
Nach Durchführung der Rückzahlung kann die tatsächliche Gutschrift auf dem Konto des Kunden von den Buchungsabläufen der beteiligten Bank, des Kreditkartenunternehmens oder des Zahlungsdienstleisters abhängen. Unsere gesetzlichen Verpflichtungen zur fristgerechten Rückzahlung bleiben davon unberührt.
Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen
Verbrauchern steht bei Fernabsatzverträgen nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu.
Bei den hiervon erfassten Warenkäufen beträgt die gesetzliche Widerrufsfrist 14 Tage. Sie beginnt nach den gesetzlichen Fristberechnungsregeln, sobald der Verbraucher oder eine von ihm benannte Person, die nicht als Beförderer tätig ist, die Ware erhalten hat.
Werden mehrere im Rahmen einer einheitlichen Bestellung erworbene Waren getrennt geliefert, ist für den Beginn der Widerrufsfrist die Entgegennahme der letzten Ware entscheidend. Bei einer Lieferung in mehreren Teilsendungen oder Stücken kommt es entsprechend auf den Erhalt der letzten Teilsendung beziehungsweise des letzten Stücks an.
Ein Verbraucher kann den Kaufvertrag innerhalb der anwendbaren Widerrufsfrist ohne Angabe von Gründen widerrufen.
Dazu genügt eine eindeutige Erklärung gegenüber uns, aus der hervorgeht, dass der Verbraucher den betreffenden Vertrag nicht aufrechterhalten möchte. Entscheidend ist die rechtzeitige Absendung der Widerrufserklärung vor Ablauf der gesetzlichen Frist.
Die Erklärung kann über das auf der Website angebotene Online-Kundendienstsystem, über die veröffentlichten Kontaktmöglichkeiten oder auf andere Weise abgegeben werden, sofern der Entschluss zum Widerruf eindeutig erkennbar ist. Die gesetzlichen Anforderungen an die elektronische Widerrufsfunktion nach § 356a BGB bleiben unberührt.
Für eine zügige Zuordnung der Mitteilung ist es hilfreich, die Bestellnummer, den Namen, die Kontaktdaten und die betreffenden Artikel anzugeben. Diese Angaben dienen der Bearbeitung und begründen keine zusätzlichen gesetzlichen Wirksamkeitsvoraussetzungen für den Widerruf.
Geht eine wirksame Widerrufserklärung innerhalb der maßgeblichen Frist ein, wird der Vorgang nach den gesetzlichen Bestimmungen über die Rückabwicklung von Fernabsatzverträgen behandelt.
Rücksendung nach einem wirksamen Widerruf
Nach Erklärung des Widerrufs ist die Ware grundsätzlich unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen ab dem Tag der Abgabe der Widerrufserklärung zurückzusenden oder zu übergeben, soweit keine gesetzliche Ausnahme besteht.
Die Frist gilt als eingehalten, wenn der Verbraucher die betreffende Ware rechtzeitig vor ihrem Ablauf absendet.
Nach Eingang einer Rückgabeanfrage oder Widerrufsmitteilung teilen wir dem Kunden zeitnah die für die Rücksendung maßgebliche Anschrift beziehungsweise die erforderlichen Rückgabeanweisungen mit.
Die zurückzusendenden Artikel sollten entsprechend den bereitgestellten Anweisungen sorgfältig verpackt werden, damit unnötige Beschädigungen während der Beförderung vermieden werden.
Zur besseren Nachvollziehbarkeit des Transports empfehlen wir die Verwendung einer Versandart mit Sendungsverfolgung. Es ist außerdem zweckmäßig, die Sendungsnummer, den Versandnachweis und gegebenenfalls aussagekräftige Fotografien bis zum Abschluss der Rückabwicklung aufzubewahren.
Eine vorherige Bearbeitungsbestätigung durch unseren Kundendienst ist keine Voraussetzung für die wirksame Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts. Eine ohne vorherige Abstimmung veranlasste Rücksendung kann die praktische Zuordnung und Bearbeitung verzögern, lässt jedoch einen wirksam erklärten Widerruf unberührt.
Gesetzliche Ausnahmen von der Pflicht zur Rücksendung, insbesondere bei einer von uns angebotenen Abholung, bleiben bestehen.
Übernahme der Rücksendekosten
Für Rückgaben, welche die Voraussetzungen dieser Rückgaberichtlinie erfüllen, übernehmen wir die anfallenden Rücksendekosten.
Der Kunde muss für eine solche berechtigte Rücksendung weder das Rückporto noch gesonderte Bearbeitungsgebühren entrichten.
Diese Kostenübernahme gilt insbesondere für Rücksendungen aufgrund von Qualitätsmängeln, Transportschäden, fehlenden Warenbestandteilen, Falschlieferungen oder erheblichen Abweichungen von der vereinbarten Produktbeschreibung.
Auch bei Rückgaben im Rahmen dieser Richtlinie werden keine zusätzlichen Rückgabe- oder Bearbeitungsgebühren erhoben.
Soweit gesetzliche Vorschriften eine Kostenübernahme durch den Verkäufer vorschreiben, gelten diese unabhängig von den ergänzenden Regelungen dieser Richtlinie.
Prüfung der Warenbeschaffenheit und möglicher Wertersatz
Verbraucher dürfen erhaltene Waren in dem Umfang untersuchen, der erforderlich ist, um ihre Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise festzustellen.
Für die Rücksendung sollten die Artikel nach Möglichkeit in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten bleiben. Soweit vorhanden und anwendbar, sollten auch Zubehör, Produktunterlagen, beigefügte Geschenke und Verpackungsmaterialien mit zurückgegeben werden.
Die Rückgabe einer Ware ohne vollständige Originalverpackung oder mit erkennbaren Spuren einer zulässigen Prüfung führt nicht automatisch zum Verlust des gesetzlichen Widerrufsrechts.
Ein Anspruch auf Wertersatz kann jedoch entstehen, wenn ein Wertverlust nachweislich auf einen Umgang mit der Ware zurückzuführen ist, der über die zur Prüfung ihrer Beschaffenheit, Eigenschaften und Funktionsweise notwendigen Handlungen hinausgeht, und die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere die ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung, erfüllt sind.
Dabei können beispielsweise erhebliche Gebrauchsspuren, vom Verbraucher verursachte Beschädigungen, Verschmutzungen, fehlende Zubehörteile oder sonstige wertmindernde Veränderungen berücksichtigt werden, soweit sie tatsächlich einen gesetzlich ersatzfähigen Wertverlust begründen.
Der Umfang eines etwaigen Wertersatzes richtet sich nach der tatsächlichen Wertminderung und den anwendbaren gesetzlichen Vorschriften. Eine pauschale Kürzung allein aufgrund geöffneter Verpackungen, der normalen Untersuchung der Ware oder einer eingeschränkten Wiederverkaufsmöglichkeit erfolgt nicht.
Auch fehlende beigefügte Bestandteile oder Geschenke können nur insoweit berücksichtigt werden, wie sich daraus im konkreten Fall ein rechtlich begründeter Anspruch ergibt.
Eine teilweise Erstattung aufgrund eines berechtigten Wertersatzanspruchs ist vom gesetzlichen Widerrufsrecht selbst zu unterscheiden. Ein möglicher Wertverlust hebt einen ansonsten wirksamen Widerruf nicht auf.
Sind Schäden, fehlende Teile oder Abweichungen dagegen bereits auf eine mangelhafte Vertragserfüllung zurückzuführen, werden die daraus entstehenden gesetzlichen Verbraucherrechte nicht durch die vorstehenden Regelungen zum Wertersatz beeinträchtigt.
Gesetzliche Ausnahmen vom Widerrufsrecht
Für bestimmte Verträge sieht das deutsche Recht Ausnahmen vom gesetzlichen Widerrufsrecht vor. Eine solche Ausnahme gilt nur, wenn die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen tatsächlich vorliegen.
Dies kann insbesondere Waren betreffen, die nicht vorgefertigt sind und deren Herstellung wesentlich auf einer individuellen Auswahl oder Bestimmung des Verbrauchers beruht oder die eindeutig auf dessen persönliche Bedürfnisse zugeschnitten wurden.
Eine Ausnahme kann außerdem bei Waren bestehen, die schnell verderben können oder deren Verfallsdatum kurzfristig überschritten würde.
Gleiches gilt für versiegelte Waren, die aus Gründen des Gesundheitsschutzes oder der Hygiene nach dem Entfernen ihrer Versiegelung nicht zur Rückgabe geeignet sind, sofern die Versiegelung erst nach der Lieferung entfernt wurde.
Ein gesetzlicher Ausschluss kann darüber hinaus Waren betreffen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit nach der Lieferung untrennbar mit anderen Gütern vermischt wurden.
Weitere gesetzlich geregelte Ausnahmen für bestimmte Waren oder Dienstleistungen bleiben ebenfalls maßgeblich, soweit sie im jeweiligen Einzelfall anwendbar sind.
Die bloße Einordnung eines Artikels in eine bestimmte Produktgruppe reicht nicht aus, wenn die konkreten gesetzlichen Voraussetzungen für den Ausschluss fehlen.
Ein ausgeschlossenes Widerrufsrecht bedeutet zudem nicht, dass gesetzliche Ansprüche wegen mangelhafter oder nicht vertragsgemäß gelieferter Waren entfallen. Die Mängelrechte des Verbrauchers bestehen unabhängig davon nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften fort.
Gewährleistung und Ansprüche bei nicht vertragsgemäßen Waren
Bei einem Sachmangel stehen dem Käufer die gesetzlich vorgesehenen Mängelrechte zu. Diese Ansprüche bestehen unabhängig von einem gesetzlichen Widerrufsrecht und unabhängig von zusätzlichen Rückgabe- oder Umtauschmöglichkeiten.
Ein entsprechender Anlass zur Reklamation kann insbesondere vorliegen, wenn die gelieferte Ware beschädigt ist, erhebliche Qualitätsmängel aufweist, wesentliche Bestandteile fehlen, ein falscher Artikel geliefert wurde oder das Produkt erheblich von der vereinbarten Beschreibung abweicht.
Im Rahmen der gesetzlichen Nacherfüllung kann der Käufer unter den jeweiligen Voraussetzungen zwischen der Beseitigung des Mangels und der Lieferung einer mangelfreien Ware wählen.
Die Durchführung der Nacherfüllung richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Die hierfür erforderlichen Kosten sind von uns im gesetzlich vorgesehenen Umfang zu tragen.
Liegen die weiteren gesetzlichen Voraussetzungen vor, kann der Käufer außerdem den Kaufpreis mindern oder vom Vertrag zurücktreten. Gesetzliche Ansprüche auf Schadensersatz und Ersatz vergeblicher Aufwendungen bleiben ebenfalls unberührt.
Besteht wegen eines Mangels ein Anspruch auf Rückabwicklung des Kaufvertrags, tragen wir die gesetzlich von uns zu übernehmenden Kosten der Rückgabe.
Die gesetzlichen Ansprüche werden weder durch interne Prüfungsabläufe noch durch Anforderungen an eine bestimmte freiwillige Rückgabeform eingeschränkt.
Bearbeitung von Umtauschwünschen
Ein Umtausch kann im Rahmen dieser Richtlinie beantragt werden, wenn die dafür vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt sind.
Nach Eingang eines entsprechenden Antrags prüfen wir unter Berücksichtigung des jeweiligen Sachverhalts, ob die gewünschte Ersatzware bereitgestellt werden kann.
Ist ein Umtausch nach den anwendbaren Bedingungen möglich, wird er nach positiver Prüfung veranlasst.
Steht der gewünschte Artikel wegen fehlender Lagerverfügbarkeit, Einstellung des Verkaufs oder anderer tatsächlicher Umstände nicht mehr zur Verfügung, können abhängig von der rechtlichen Situation eine Rückzahlung, eine einvernehmliche Ersatzlieferung mit einem anderen Produkt oder eine sonstige angemessene Lösung in Betracht kommen.
Die Dauer der Ersatzlieferung kann durch die Warenverfügbarkeit, die erforderliche Versandorganisation und die Bearbeitungsabläufe des Transportunternehmens beeinflusst werden.
Soweit ein gesetzlicher Anspruch auf Nacherfüllung besteht, richten sich die Auswahl und Durchführung der Abhilfe nach den hierfür geltenden zwingenden gesetzlichen Vorschriften. Eine andere Ware wird dem Käufer nicht anstelle einer gesetzlich geschuldeten Leistung ohne die erforderliche rechtliche Grundlage aufgezwungen.
Einreichung und Prüfung von Rückgabe- und Kundendienstanliegen
Für Anliegen nach dem Kauf können Kunden das auf der Website bereitgestellte Online-Kundendienstsystem oder die veröffentlichten Kontaktmöglichkeiten nutzen.
Über diese Wege lassen sich insbesondere Anträge auf Rückgabe, Rückzahlung, Umtausch, Stornierung und sonstige Unterstützung nach dem Kauf übermitteln. Auch Erklärungen zur Ausübung gesetzlicher Verbraucherrechte können auf rechtlich zulässige Weise abgegeben werden.
Soweit für einen bestimmten Antrag eine Frist gilt, ist diese nach den jeweils anwendbaren gesetzlichen oder wirksam vereinbarten Bedingungen zu beachten.
Damit ein Anliegen möglichst eindeutig zugeordnet werden kann, sollten die übermittelten Informationen zutreffend und ausreichend vollständig sein.
Abhängig vom konkreten Sachverhalt können zusätzliche Unterlagen für die Prüfung benötigt werden. Dazu gehören insbesondere Bestellnummern, Kaufnachweise, Fotografien der betreffenden Artikel, Bilder der Versandverpackung, Aufnahmen der Versandetiketten, Beschreibungen des beanstandeten Problems oder andere sachlich erforderliche Informationen.
Welche Nachweise im Einzelfall angemessen sind, hängt vom Anlass und Umfang des jeweiligen Antrags ab.
Wir verlangen keine unangemessenen Unterlagen, die gesetzliche Verbraucherrechte über die zulässigen Anforderungen hinaus erschweren oder einschränken würden.
Die Verwendung des Online-Kundendienstsystems erfolgt nach demselben Grundsatz: Erforderliche Angaben können zur sachgerechten Bearbeitung angefordert werden, ohne dass dadurch zusätzliche Voraussetzungen für gesetzlich bestehende Rechte geschaffen werden.
Mitteilungen zum Prüfungsstand und weitere Verfahrensschritte
Nach Eingang eines Kundenanliegens erfolgt die Prüfung anhand der Bestellinformationen, des angegebenen Rückgabegrunds, des Zustands der betroffenen Ware und der jeweils anwendbaren gesetzlichen Vorschriften.
Sind zur Klärung weitere Informationen erforderlich, informieren wir den Kunden zeitnah über den Ergänzungsbedarf.
Die Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung erfolgt über die vom Kunden bereitgestellten Kontaktmöglichkeiten.
Bei einer bewilligten Rückgabe werden die erforderlichen weiteren Schritte entsprechend dem konkreten Vorgang veranlasst. Soweit Waren zurückzusenden sind, erhält der Kunde die hierfür notwendigen Rückgabeinformationen.
Die Rücksendeanschrift und die konkreten Versandhinweise werden nach Eingang der Rückgabeanfrage beziehungsweise Widerrufsmitteilung zeitnah bereitgestellt.
Die internen Prüfungs- und Bearbeitungsabläufe dürfen weder die wirksame Erklärung eines gesetzlichen Widerrufs noch die Geltendmachung zwingender Mängelrechte verhindern.
Gesetzlich festgelegte Fristen und Rechtsfolgen gelten unabhängig davon, ob eine interne Bearbeitungsmitteilung bereits versandt wurde.
Vorgehen bei Auffälligkeiten unmittelbar nach der Zustellung
Nach Erhalt einer Bestellung empfiehlt es sich, den Inhalt der Sendung und den äußerlich erkennbaren Zustand der Verpackung zeitnah zu überprüfen.
Insbesondere bei fehlenden Artikeln, Beschädigungen, ungewöhnlichem Verpackungszustand, Falschlieferungen oder Abweichungen zwischen Bestellung und tatsächlichem Lieferumfang kann eine frühzeitige Mitteilung die Klärung erleichtern.
Zur Dokumentation des Vorgangs können Fotos der Ware, der Verpackung, des Versandetiketts und gegebenenfalls der betroffenen Schadensstellen hilfreich sein.
Der Kunde kann solche Informationen über die bereitgestellten Kundendienstkanäle übermitteln.
Für die Bearbeitung können neben den Angaben des Kunden auch die verfügbaren Transportaufzeichnungen, die Warenbeschaffenheit und die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen berücksichtigt werden.
Die Empfehlung zur zeitnahen Prüfung begründet für Verbraucher keine zusätzliche gesetzliche Rügefrist. Das Unterlassen einer sofortigen Meldung führt nicht allein zum Verlust bestehender Mängel- oder sonstiger zwingender Verbraucherrechte.
Stornierungswünsche vor und nach dem Versand
Möchte ein Kunde eine aufgegebene Bestellung aufheben lassen, sollte er sich möglichst frühzeitig über die veröffentlichten Kundendienstmöglichkeiten mit uns in Verbindung setzen.
Solange die Auftragsbearbeitung noch nicht begonnen hat oder die Ware noch nicht versandt wurde, bemühen wir uns im angemessenen Rahmen darum, die gewünschte Stornierung zu ermöglichen.
Kommt eine Stornierung wirksam zustande und besteht ein Anspruch auf Rückzahlung, wird die Erstattung nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften grundsätzlich über das bei der Bestellung verwendete Zahlungsmittel vorgenommen.
Ist die Bestellung bereits in Bearbeitung, befindet sich die Ware im Versand oder wurde sie schon zugestellt, richtet sich die weitere Behandlung nach dem jeweiligen Vertragsstatus, den Rückgabe- und Erstattungsbedingungen sowie den gesetzlichen Rechten des Kunden.
Ein unabhängig davon bestehendes gesetzliches Widerrufsrecht kann innerhalb seiner maßgeblichen Frist ausgeübt werden. Seine Wirksamkeit setzt keine vorherige Zustimmung zur Stornierung voraus.
Nicht zustellbare, zurückgeführte oder abgelehnte Sendungen
Lässt sich eine Bestellung nicht ordnungsgemäß zustellen, kann eine nähere Klärung anhand der verfügbaren Versanddaten erforderlich werden.
Mögliche Ursachen sind insbesondere eine fehlerhafte Empfängeranschrift, ungültige Kontaktinformationen, fehlgeschlagene Zustellversuche, die Nichtannahme der Sendung oder andere Hindernisse, die nicht aus unserem Verantwortungsbereich stammen.
Auch in diesen Fällen können Kunden den auf der Website angegebenen Kundendienst kontaktieren.
Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Stand der Bestellung, den Informationen des Versandunternehmens, den Umständen der gescheiterten Zustellung und den gesetzlichen Vorschriften.
Soweit ein Zustellhindernis auf einem vom Kunden zu vertretenden Umstand beruht, können angemessene und nachweislich entstandene Mehrkosten nur unter den gesetzlichen Voraussetzungen dem Kunden zugeordnet werden.
Zwingende gesetzliche Bestimmungen, insbesondere über den Gefahrübergang, den Annahmeverzug und die Rechte von Verbrauchern, bleiben uneingeschränkt maßgeblich.
Eine verweigerte Paketannahme ist außerdem von einem eindeutig erklärten gesetzlichen Widerruf zu unterscheiden. Ob eine bestimmte Erklärung oder Handlung als Widerruf anzusehen ist, richtet sich nach den gesetzlichen Anforderungen und den tatsächlichen Umständen.
Schutz vor missbräuchlichen Anträgen
Die Rückgabe- und Kundendienstverfahren dürfen nicht für betrügerische oder sonstige rechtswidrige Zwecke verwendet werden.
Ergeben sich konkrete Hinweise auf bewusst falsche Beanstandungen, betrügerische Angaben, missbräuchliche Rückgabeversuche oder vergleichbare Unregelmäßigkeiten, können die betreffenden Vorgänge näher überprüft werden.
Bei nachgewiesenem Missbrauch kommen im gesetzlich zulässigen Rahmen die Ablehnung unberechtigter Anträge, eine Einschränkung entsprechender Dienstleistungen oder weitere rechtlich vorgesehene Maßnahmen in Betracht.
Die Prüfung ungewöhnlicher Vorgänge darf jedoch nicht dazu führen, dass berechtigte gesetzliche Ansprüche pauschal verweigert oder Verbraucher an der wirksamen Ausübung ihrer Rechte gehindert werden.
Geltungsbereich und Verhältnis der Verbraucherrechte
Diese Richtlinie regelt die Bearbeitung von Anliegen, die nach einer Bestellung über unsere Website entstehen können.
Dazu zählen insbesondere die Stornierung noch nicht abgeschlossener Bestellvorgänge, Rücksendungen gelieferter Waren, Erstattungsanträge, Umtauschwünsche, Reklamationen wegen Qualitätsmängeln, Transportschäden, fehlender Bestandteile, Falschlieferungen und erheblicher Produktabweichungen.
Ebenfalls erfasst sind Mitteilungen über die Ausübung des gesetzlichen Widerrufsrechts und andere gesetzlich geschützte Ansprüche im Zusammenhang mit einem Kaufvertrag.
Die hierin beschriebenen Verfahren ergänzen die zwingenden Regelungen des deutschen Verbraucher- und Kaufrechts. Sie sind nicht dazu bestimmt, gesetzliche Rechte einzuschränken oder deren Ausübung von zusätzlichen unzulässigen Voraussetzungen abhängig zu machen.
Insbesondere bleiben das gesetzliche Widerrufsrecht, Ansprüche auf Nacherfüllung, Minderung, Rücktritt und Schadensersatz sowie die jeweiligen gesetzlichen Rückzahlungs- und Kostentragungspflichten bestehen.
Auch bei Waren mit digitalen Elementen sowie bei gegebenenfalls anwendbaren Vorschriften über digitale Produkte bleiben die gesetzlich zwingenden Verbraucherrechte unberührt.
Soweit eine Bestimmung dieser Richtlinie mit zwingenden gesetzlichen Anforderungen nicht vereinbar sein sollte, sind die betreffenden gesetzlichen Vorschriften vorrangig anzuwenden.
Änderungen dieser Rückgabe- und Erstattungsbedingungen
Gesetzliche Entwicklungen, neue Plattformvorgaben, betriebliche Anpassungen oder Änderungen der Kundendienst- und Bearbeitungsabläufe können eine Überarbeitung dieser Richtlinie erforderlich machen.
Wir können die veröffentlichten Bedingungen aus solchen Gründen aktualisieren. Die jeweils überarbeitete Fassung wird auf der Website bereitgestellt und gilt ab ihrer Veröffentlichung für künftige Vorgänge, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Bereits entstandene gesetzliche Verbraucherrechte werden durch eine spätere Änderung nicht aufgehoben oder eingeschränkt.
Ebenso bleiben die Rechte aus Kaufverträgen, die vor der Veröffentlichung einer neuen Richtlinienfassung zustande gekommen sind, nach Maßgabe der wirksam vereinbarten Bedingungen und der zwingenden gesetzlichen Vorschriften bestehen.
Eine rückwirkende Verschlechterung bestehender vertraglicher oder gesetzlicher Verbraucheransprüche allein durch die Veröffentlichung neuer Rückgabe- und Erstattungsbedingungen findet nicht statt.